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Aktuelle Karrieretipps auf Twitter:

(siehe auch Karriereberatung, Arbeitszeugnis, Bewerbung, Karrieretipps etc.)

 

21.02.2012: Die “Kopfzahl” unterstellter Mitarbeiter ist durchaus eines von mehreren Indizien für den Verlauf der Karriere. Kleinere Schwankungen sind unerheblich, aber die Reduzierung “auf Null” ist kritisch.

 

13.02.2012: Wer sein Studium mit extrem guten Noten abschließt, bekommt später oft Probleme als Angestellter klassischer Unternehmen mit kommerzieller Ausrichtung: Er stellt leicht Ansprüche, denen die eher auf Durchschnittsmenschen ausgerichtete Arbeitswelt nicht gewachsen ist.

 

06.02.2012: Bewerbungsempfänger glauben nur schwer, dass Unternehmen ihre besten Mitarbeiter zuerst entlassen - betroffene Bewerber haben oft Argumentationsprobleme.

 

30.01.2012: Die ideale Bewerbung schildert anscheinend rein sachlich den eigenen Werdegang und die eigene Qualifikation. In Wirklichkeit sind Anschreiben und Lebenslauf sorgfältig und aufwendig auf diese spezielle offene Position ausgerichtet worden.

 

23.01.2012: Wer beruflich in einem Engagement (oder gar in mehreren davon hintereinander) scheitert, sollte die Ursachen dafür vorrangig bei sich selbst suchen.

 

16.01.2012: Wer immer Ihnen ein berufliches Angebot macht, will damit eines seiner Probleme lösen. Ob das gerade zu diesem Zeitpunkt auch für Sie uneingeschränkt vorteilhaft wäre, ist unwahrscheinlich.

 

09.01.2012: Die spätere Examensnote entspricht an der Uni meist der Abitur-Note, an der FH ist das Examen meist eine Note besser.

 

03.01.2012: Zum Vorstellungsgespräch erscheint man eine ganze Stufe “besser” gekleidet als bei der täglichen Arbeit.

 

19.12.2011: Mit der Bewerberqualifikation ist es wie mit dem Zustand eines zu verkaufenden Gebrauchtwagens: Wenn dieser Dellen, Unfallschäden und Rostflecken hat, wird man sich einen weniger anspruchsvollen Käufer suchen und einen weniger guten Preis akzeptieren müssen.

 

29.11.2011: Wer nur wegen der befürchteten längeren Arbeitszeit nicht Manager werden will, hat richtig entschieden. Er wäre ohnehin nicht geeignet gewesen.

 

22.11.2011: Unser System kennt keinen mit Anstand zu vollziehenden hierarchischen Rückschritt. Ein als unfähig geltender Abteilungsleiter wird nicht zurückgestuft, sondern entlassen.

 

14.11.2011: Ein marktwirtschaftliches System kann ganz einfach niemals gerecht sein, schon gar nicht in seiner Gehaltsstruktur. Äußerstenfalls erreicht man auf einem Teilgebiet etwas weniger Ungerechtigkeit.

 

07.11.2011: Wenn ein aufstrebender Angestellter sich fragt, ob er in irgendwelchen Details (Kleidung, Haartracht, Sprache / Dialekt etc.) “richtig” liegt oder anzuecken droht, orientiert er sich am besten mit dem Blick nach oben. Tragen die Geschäftsführer auch alle Ohrringe?

 

31.10.2011: Die Erstellung der einzelnen Geschosse eines Hauses setzt voraus, dass Sie bei “Baubeginn” ein Gesamtkonstrukt hatten. Niemand setzt einen Keller in die Welt, ohne zu wissen, was danach kommen soll. Karrieregestaltung folgt ähnlichen Regeln.

 

24.10.2011: Anspruchsvolle Ziele “beißen sich” mit einschränkenden Bedingungen (ausgeprägte Karrierewünsche, aber “niemals umziehen”).

 

17.10.2011: Mit steigender Hierarchieebene wachsen sowohl das Gehalt als auch das Risiko.

 

10.10.2011: Es darf bei einer Bewerbungsaktion keine zwei textgleichen Anschreiben geben - mit standardisierten Ausarbeitungen kommt man nicht weit.

 

04.10.2011: Bei längerer Arbeitslosigkeit unterstellt der Bewerbungsempfänger, dass inzwischen Hunderte von potenziellen Arbeitgebern die Unterlagen geprüft haben und diesen Kandidaten nicht haben wollten. Dann will er ihn auch nicht.

 

19.09.2011: Als “goldene Regel” gilt: Keine beruflichen Veränderungen (Arbeitgeberwechsel) aus regionalen und/oder aus privaten Gründen.

 

12.09.2011: Es ist in den meisten Unternehmen grundsätzlich leichter etwas zu werden als etwas zu bewegen.

 

05.09.2011: Bei jedem neuen Job ist zu bedenken: Was Sie dann tun werden, muss dem nächsten Bewerbungsempfänger gefallen. Denn der nächste Wechsel kommt bestimmt.

 

22.08.2011: Die für Manager unverzichtbare Entscheidungsfähigkeit setzt einen "Rest von Dummheit" und die Bereitschaft voraus, ggf. nach dem "Augen-zu-und-durch-Prinzip" zu verfahren. Viele hochintelligente Menschen verweigern solche, den Managementalltag prägenden Festlegungen (bei denen mehrere Handlungsmöglichkeiten zur Auswahl stehen, ohne dass abgesicherte  Argumente eine davon stark stützen).

 

15.08.2011: Arbeiten Sie als Angestellter nicht wirklich zum “Wohl des Unternehmens”: Das Unternehmen ist nur ein “dummes Stück Papier im Handelsregister” und die Definition seines Wohles obliegt allein seinen Eigentümern. Arbeiten Sie hingegen zur Erheiterung der Menschen, die das Unternehmen eingesetzt hat, um in seinem Namen zu entscheiden und zu handeln.

 

08.08.2011: Mit einem eventuell unter Einsatz von Anwälten oder Gerichten erstrittenen “guten” Zeugnis ist der Fall noch nicht zu Ende. Bei späteren Bewerbungen kann der Empfänger problemlos den “alten” Chef anrufen.

 

01.08.2011: Jeder Werdegang ist von Misserfolgsphasen oder -ereignissen bedroht. Klug ist, wer davor (!) in gut laufenden beruflichen Phasen “Erfolgspolster” angelegt hat.

 

25.07.2011: Neben anderen Vorteilen hat der Dr.-Grad auch diesen: Jeder vermutet spontan ein gutes Abitur und ein gutes Studienexamen. Ausnahmen - z. B. auf der politischen Bühne - bestätigen nur die Regel.

 

18.07.2011: Arbeitszeugnisse enthalten, den Vorschriften entsprechend, nur irgendwie Positives, freiwillig den Bewerbungen beigefügte Testergebnisse oder Gutachten enthalten auch Nachteiliges. Ihre Wirkung ist oft verheerend.

 

11.07.2011: Wer im Studium (Art der Hochschule) sein Potenzial (Abiturnote) nicht ausreizt, wird später leicht unzufrieden. Man setze sich stets Ziele, die (fast) alles fordern, was man einbringen kann.

 

04.07.2011: Mit zunehmendem Alter wird der Wechsel in eine neue Branche immer schwieriger. Scheitert man dort, sitzt man zwischen zwei Stühlen.

 

28.06.2011: Studenten dürfen wahrheitsgemäße Schilderungen aus der Berufswelt “unvorstellbar” oder “lächerlich” finden - zeigen aber damit, wie wenig sie von ihrem zukünftigen Umfeld wissen.

 

21.06.2011: Loyalität dem Vorgesetzten gegenüber ist ein wichtiger Erfolgsbaustein. Loyalität dem Unternehmen gegenüber ist als Lippenbekenntnis unverzichtbar, hat aber keinen direkten Adressaten. Und dem Aktionär gegenüber, der bei der kleinsten Kursänderung verkauft, lohnt sie nicht.

 

17.06.2011: “Lesen Sie diese Serie und verschlafen Sie meinen Unterricht, dann haben Sie wesentlich bessere Karrierechancen als umgekehrt!” Ein Lehrer über die Karriereberatungs-Serie (seit 1984!) von Heiko Mell in den VDI nachrichten.

 

07.06.2011: Der Hauptvorteil von Praktika liegt darin, dass man sie vorweisen kann (und gut beurteilt wurde). Was man dabei gelernt hat, ist weniger von Bedeutung. Es geht um den Einblick in die Arbeitswelt.

 

31.05.2011: Der junge Bewerber verkauft sein Potenzial für die Lösung neuer, größerer Aufgaben auch in neuer Umgebung. Der ältere Bewerber verkauft, was er nachweisbar schon kann.

 

30.05.2011: Karrieretipp aus der Praxis: Ein Beispiel für typische Fragen, die uns auf öffentlichen Veranstaltungen, z.B. bei Gruppen-/Karriereberatungen gestellt werden: Berufsstartwahl für einen FH-Absolventen (Bachelor, Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen):
a) Direkteinstieg?
b) Master?
c) Promotion?
H. Mell: Grundsätzlich gilt: Jeder sollte alles aus sich herausholen, was an Potenzial in ihm steckt. Bei dem schwachen Abitur (3,0) des Fragestellers und der durchschnittlichen Examensnote (etwa 2,0 – 2,5) ist eine Promotion nicht empfehlenswert. Ein nebenberufliches Masterstudium allerdings schon. Zum einen sammelt der Fragesteller auf diese Weise Praxiserfahrung, kann seinem Drang nach Zusatzqualifikationen aber trotzdem nachkommen. Sollte sich dann herausstellen, dass er das Masterstudium nicht schafft, so kann er es bei späteren Bewerbungen im Lebenslauf „unter den Tisch fallen lassen“, während bei einem Vollzeitstudium ein Abbruch schwerwiegende Folgen für den Lebenslauf hätte.

 

23.05.2011: Gehaltsvorstellungen sind keine Verhandlungseröffnung auf einem orientalischen Basar. Späteres "Nachlegen" mit höherer Forderung ist tabu.

 

17.05.2011: So wie ein gesunder Mensch Schicksalsschläge wegsteckt, die bei einem kranken lebensgefährlich wären, so verkraftet auch ein "gesunder" Werdegang Belastungen, die bei einem vorbelasteten in die Arbeitslosigkeit führen können.

 

10.05.2011: Den Chef für unfähig zu halten, gilt als Warnsignal eines drohenden Konflikts. Die einzig ratsame Reaktion darauf ist es, sich in- oder extern einen neuen Chef zu suchen.

 

03.05.2011: Menschen wiederholen ihre Fehler immer wieder (ihre Erfolge übrigens meist auch). Wer sich mit dem ersten Chef (Lehrer, Professor, Abteilungsleiter etc.) überwirft, tut das auch mit dem dritten, sechsten und achten. Es sei denn, er würde sich ändern - was sehr selten geschieht.

 

26.04.2011: Um nach “oben” zu kommen und dort zu bleiben, reicht es, etwa 10% mehr zu leisten als die anderen. Mit +20% oder 30% erwecken Sie nur Neid und schaffen sich Feinde - oder Sie “spielen” in der falschen Liga.

 

11.04.2011: “Pech” kann einmal vorkommen. Wird es zum Dauerzustand, wird es leicht als Teil der Persönlichkeit betrachtet.

 

04.04.2011: Nicht jeder Mensch “funktioniert” unter allen denkbaren Umständen in allen möglichen Umgebungen gleich gut, manche bringen im “falschen” Unternehmen in der falschen Situation gar nichts zustande. Jeder muss herausfinden, ob er besser zum internationalen Weltmarkteroberer-Konzern oder z. B. zum mittelständischen Sanierungsfall passt.

 

22.03.2011: Gezieltes Missachten der Regeln des Berufslebens kann im Einzelfall zum Erfolg führen. Aber dazu muss man Sie kennen - und wissen, was man tut.

 

15.03.2011: Missachtung ist die größte Kränkung, die Sie Ihrem Chef zufügen können. Respektlosigkeit geht in die gleiche Richtung. Mitunter reicht es, ihm vor Dritten auf die Schulter zu klopfen.

 

22.02.2011: Der ideale Bewerber erkennt, welche Merkwürdigkeiten und Vorkommnisse innerhalb seiner Bewerbung (Lebenslauf) einer Erklärung bedürfen - und gibt diese vorbeugend in der Bewerbung ab.

 

07.02.2011: Der größere heutige Arbeitgeber eines Bewerbers imponiert dem kleineren Bewerbungsempfänger und fördert dessen Anliegen. Grenzen findet das Prinzip in Extrembereichen (1.000 MA gegenüber 50 MA sind ein zu großer Sprung; 10.000 MA gegenüber 3.000 MA sind förderlich).

 

31.01.2011: Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will: Bei vorhandenen Karrierezielen ist etwa alle 5 Jahre eine Beförderung anzustreben. Mit 45 sollte das persönliche Ziel möglichst erreicht sein.

 

24.01.2011: Ein Arbeitnehmer, der lange nicht gewechselt hat, verliert die Fähigkeit, sich im Bewerbungsprozess den passenden Partner herauszusuchen. Wechsel nach 15 Dienstjahren und mehr müssen auffällig oft kurzfristig wieder korrigiert werden.

 

18.01.2011: Gute Noten in Studium und Examen behalten ihren Wert - die optimale Studiendauer ist sich ändernden Vorstellungen unterworfen (2030 weiß niemand mehr, wieviele Semester eines längst anders gestalteten Studiums 2010 als Standard galten).

 

11.01.2011: Die Bewerbung ist in den Augen des Empfängers auch eine Arbeitsprobe. Sie sagt: “So sorgfältig werde ich arbeiten, so intensiv werde ich mich in eine Aufgabe hineinknien, so überzeugend sind meine Ergebnisse.”

 

03.01.2011: Mit der Kündigung droht man nicht. Man bleibt oder man geht, "erpresst" aber den Arbeitgeber niemals mit dem möglichen Ausscheiden. Jeder Chef weiß auch so, dass der Arbeitnehmer gehen wird, wenn seine Unzufriedenheit ein bestimmtes Maß übersteigt.

 

20.12.2010: Einkommen ab einer bestimmten Höhe sind in der Regel nur in Führungspositionen erreichbar. Die Konsequenz: Wer viel verdienen will, muss sich für den Aufstieg qualifizieren.

 

13.12.2010: Eine gute Bewerbung verbindet gute, arbeitsmarktgerechte Fakten mit einer überzeugenden, den Ansprüchen des Empfängers gerecht werdenden Darstellung. Man kann gute Fakten durch eine miserable Präsentation ruinieren, aber auch schlechte deutlich erträglicher machen.

 

08.12.2010: Wenn Ihr Chef Sie feuert und kurz darauf selbst gefeuert wird, stellt man Sie dennoch nicht wieder ein. Man widerruft ja auch keine Gehaltserhöhung, die er genehmigt hatte.

 

29.11.2010: Die Praxis vermittelt die diversen Regeln, deren Beachtung erst beruflichen Erfolg und Karriere ermöglichen. Das Studium bereitet nicht auf die Praxis vor, es vermittelt Fachwissen und die Fähigkeit, auf diesen Gebieten zu arbeiten.

 

23.11.2010: Nach mehr als zehn Beschäftigungsjahren bei einem Arbeitgeber ist ein Wechsel zumindest zu überlegen. Mit deutlich höheren Dienstzeiten wird ein späterer Wechsel immer schwerer, die Vorbehalte lauten “mangelnde Flexibilität” und “Tunnelblick”.

 

17.11.2010: Der Name des heutigen oder letzten Arbeitgebers eines Bewerbers wird Teil von dessen Qualifikation: Bei Top-Firmen (Größe, Marktbedeutung, Image in der Branche) werden auch Top-Mitarbeiter vermutet.

 

08.11.2010: Bei Diskussionen über die Gehaltshöhe zählen Leistungsvermögen und Marktwert, nicht jedoch persönliche Bedürfnisse (z. B. teure Hobbys, hohe Verpflichtungen).

 

19.10.2010: Der Arbeitnehmer hat im Existenzkampf nur eine scharfe “Waffe”. Sie hängt wie ein unsichtbares Schwert an seiner Seite und darauf steht “Kündigung”. Das ungepflegte Schwert kann schartig werden oder in der Scheide festrosten.

 

07.10.2010: Abfindungen sind für Arbeitnehmer das am “teuersten” verdiente Geld Ihres Berufslebens. Wichtiger als eine hohe Summe herauszuschlagen ist es, die Chancen für die Suche nach einer neuen Position zu verbessern.

 

29.09.2010: Wie beim Bergsteigen gilt auch bei der Karrieregestaltung: Nur wer ein klares Ziel hat, darf eine Antwort auf die Frage erwarten, ob er auf dem richtigen Weg ist. Klettern ohne Ziel kann Spaß machen, führt aber nirgends hin.

 

22.09.2010: Mehr als 80% aller Bewerbungen werden im ersten Auswahlprozess als “ungeeignet” eingestuft. Neben unveränderbaren Fakten tragen dazu Ignoranz, falsche Selbsteinschätzung und mangelnde Bereitschaft zur Investition in die eigene Karriere auf Bewerberseite bei.

 

23.08.2010: Kern einer Bewerbung ist der sorgfältig erarbeitete, auf die Zielposition abgestimmte Lebenslauf.

 

16.08.2010: Gute Noten im Studium behalten ihren Wert, eine als optimal geltende Studiendauer ist sich verändernden Vorstellungen unterworfen.

 

09.08.2010: Leistungen, die im Studium noch “ausreichend” genannt werden, führen im Studium bereits zur Entlassung.

 

14.07.2010: Der Angestellte ist abhängig(!) beschäftigt. Alternativen sind Erbschaft, reiche Heirat, Lottogewinn oder ein Leben als freier Künstler.

 

06.07.2010: Es gibt keine absolute Arbeitsplatzsicherheit in der Wirtschaft. Mit dem Zwang zu einem Wechsel ist stets(!) zu rechnen.

 

29.06.2010: Frühere Verdienste im Unternehmen sind mit dem Gehalt von Gestern abgegolten; was zählt, ist nur noch das Potenzial für die Zukunft.

 

16.06.2010: Ein gutes Studienexamen beweist zwar noch nichts - aber was sollte wohl ein schlechtes beweisen? Tatsächlich hatten viele betriebliche Leistungsträger durchaus vorzeigbare Noten.

 

08.06.2010: Für einen Berufseinsteiger darf das Startgehalt in einer angebotenen Position kein zentrales Entscheidungskriterium sein.

 

02.06.2010: Wer Abteilungsleiter werden will, muss einige Jahre vorher gearbeitet haben und aufgetreten sein wie ein Abteilungsleiter; dann erst wird er - vielleicht - ernannt und entsprechend bezahlt.

 

26.05.2010: An der möglichen Einstellung eines durchschnittlichen Akademikers hängt für den potenziellen Arbeitgeber schnell ein Gesamt-Kostenvolumen von deutlich über 500.000 Euro (bei fünfjähriger Beschäftigungszeit). Entsprechend vorsichtig geht er an die Angelegenheit heran.

 

19.05.2010: Im Strafrecht heißt es, im Zweifel für den Angeklagten, bei Bewerbungen gilt das Gegenteil: im Zweifel gegen den Kandidaten (der zum Ausgleich dafür auch nicht angeklagt wird). Wenn die Bewerbung auch nur so aussieht als könnte es Probleme bei oder mit dem Absender geben, zuckt der potenzielle Arbeitgeber schon zurück.

 

10.05.2010: Bei sehr vielen “industrierelevanten” Studiengängen (Ingenieurwesen, BWL u. Ä.) gilt: Wie das Abitur, so der Uni-Abschluss, FH-Abschlüsse liegen ca. eine Note besser.

 

26.04.2010: Am Arbeitsmarkt spielt der Angestellte die Rolle des Verkäufers (seiner Arbeitskraft), der Arbeitgeber die des Käufers. Wie auf jedem Markt bestimmt der zahlende Käufer, ob er auf ein Verkaufsangebot eingeht oder nicht. Es gilt, ihn vom Verkaufsangebot zu überzeugen.

 

20.04.2010: Alle Grundregeln des Bewerbungsprozesses beruhen auf einer Annahme: Der Bewerber ist in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis, er steht nicht unter Druck, es geht ihm gut - und soll ihm in Zukunft noch besser gehen. Stimmt diese Annahme nicht, “knirscht” es im Prozess.

 

12.04.2010: Die Fähigkeit zur Arbeit im Team ist unverzichtbar, aber für Karriereinteressierte nur eine Qualifikationsfacette: Es werden nicht Teams, sondern immer nur solche Teammitglieder zu Abteilungsleitern befördert, die sich auch in der Gruppe profilieren konnten.

 

06.04.2010: Ein Kampf mit dem Chef ist grundsätzlich nicht zu gewinnen. Dazu trägt auch bei, dass jedes hierarchisch strukturierte System seine ranghohen Mitglieder pauschal gegen “Aufmüpfigkeiten” von unten stützt.

 

26.03.2010: Jede Gruppe lässt bevorzugt solche neuen Mitarbeiter zu, die “so sind wie wir”. Wer aufsteigen will, muss also den Maßstäben der Ebenen entsprechen, in die er hineinstrebt (Aussehen, Auftreten, Lebensstil).

 

19.03.2010: Der Angestellte lebt nicht von einer guten Qualifikation, er lebt von einer Qualifikation, die sich jederzeit gut am Markt verkaufen lässt. So wie auch ein Industrieunternehmen nicht vorrangig “gute” Produkte, sondern “gut verkaufbare” Produkte anbieten muss.

 

15.03.2010: Natürlich soll ein Studium auch neigungs- und begabungsorientiert ausgerichtet sein. Mindestens ebenso wichtig ist seine Ausrichtung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes. Sonst zahlt niemand dafür.

 

08.03.2010: Der Angestellte braucht nicht nur einen Job, von dem er leben kann, er braucht auch die Gewissheit, auf dem Arbeitsmarkt jederzeit gleichwertige Jobs erringen zu können, wenn dies erforderlich wird.

 

05.03.2010: Schaden kann Weiterbildung nie. Aber die dafür aufgewendete Energie könnte durchaus an anderer Stelle einen größeren Karriereerfolg bewirken.

 

01.03.2010: Die Macht des angestellten Managers ist endlich, die des Firmeninhabers praktisch unbegrenzt. Wenn Macht tatsächlich korrumpiert, sind nach längerer Tätigkeit Unterschiede in der Machtausübung zwischen beiden Gruppen denkbar.

 

22.02.2010: Die Zielposition einer Bewerbung ist wie ein Schloss in einer Tür zu sehen. Die ideale Bewerbung ist demgegenüber ein Schlüssel. Der muss nicht “schön” sein, nicht möglichst lang oder “vergoldet”, er muss vor allem passen.

 

16.02.2010: Leistungen, die im Studium noch “ausreichend” genannt werden, führen in der beruflichen Praxis bereits zur Entlassung. Auch ein Arbeitgeberzeugnis der Stufe “ausreichend” wäre eine glatte Katastrophe.

 

08.02.2010: Kern einer Bewerbung ist der Lebenslauf. Er muss verständlich sein, alle für den Empfänger der Bewerbung relevanten Fragen beantworten und ist im anzustrebenden Idealfalle individuell auf die Zielposition ausgerichtet.

 

01.02.2010: Entscheidend für Erfolg in „Beruf + Karriere“ ist die Persönlichkeit. So scheitert man fast nie an fachlichen Hürden, sondern meist wegen bestimmter (oft wegen fehlender) Eigenschaften und Fähigkeiten.

 

27.01.2010: Fünf Jahre pro Arbeitgeber im Durchschnitt sind mindestens anzustreben. Wer gelegentlich ein paar Jahre länger bleibt, baut Polster auf für eventuelle Notfälle, in denen ein schneller Wechsel unvermeidbar ist. 

 

20.01.2010: Der Angestellte ist “abhängig beschäftigt” (offizielle Definition). Damit ist er stets vom Urteil anderer abhängig. Das setzt dem Streben nach ungebremster Entfaltung der Persönlichkeit, nach “Ich will vor allem Spaß” natürliche Grenzen.

 

18.01.2010: “Ein guter Mitarbeiter ist jemand, den sein Chef dafür hält.”
So wie auf Produktmärkten allein der kaufende Kunde definiert, was ein gutes Produkt ist, so entscheidet auch auf dem Arbeitsmarkt der zahlende Käufer (Arbeitgeber) einer Arbeitskraft, was als gut gilt und was nicht. Es gibt dafür keinen absoluten Maßstab!

Heiko Mell & Co GmbH

 

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Aktualisiert am: 21.02.2012